Sachsen erlangte seinen Platz in der Weltgeschichte duch ein reiches kulturelles Erbe aus den Jahrhunderten sächsischer Fürstenherrschaft. Ein Großteil der Wirtschaftskraft Sachsens floß in dieser Zeit in architektonische und künstlerische Projekte, welche heute zum Großteil noch bestehen und den Ruf der Kunstmetropole Sachsen und deren Landeshauptstadt Dresden ausmachen.  
Insbesondere die Zeit der Herrschaft Friedrich August I (des Starken), Kurfürst von Sachsen sowie später König von Polen und Großherzog von Litauen (als August II.) und dessen Sohnes Friedrich August II (August III von Polen) von 1694-1763 gilt als nachhaltigster Quell des Kunst- und Kulturschaffens Sachsens.  
Die beiden Herrscher zählen zu den schillerndsten Figuren höfischer Prachtentfaltung des deutschen Absolutismus und gründeten aus ihrer regen Sammelleidenschaft die bis heute umfangreichste Kleinodiensammlung Europas, das Dresdner Grüne Gewölbe. 
Die damals so benannte Wunderkammer zu Dresden mit Exponaten der Spätrenaissance und des Barock (auch Kunstkammer und Raritäten- oder Kuriositätenkabinett genannt), bezeichnete ein Sammlungskonzept, das Objekte unterschiedlichster Herkunft und Zweckbestimmung gemeinsam präsentierte.
Das Grünen Gewölbe beherbergt heute über 4.000 Kunstwerke. Die Exponate sind in mehrfacher Weise einzigartig in Europa und in der Welt. Im Neuen Grünen Gewölbe sind beinahe 1.100 Objekte der Juwelier- und Goldschmiedekunst zu sehen, ca. 3.000 Stücke sind im Historischen Grünen Gewölbe ausgestellt. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse können nicht alle Kunstwerke ausgestellt werden, man beschränkt sich auf die berühmtesten und anspruchsvollsten Exponate.
Eines dieser berühmtesten Stücke ist der Dresdner Grüne Diamant, im internationalen Sprachgebrauch Dresden Green genannt. Er ist ein 41 Karat (8,2 g) schwerer natürlicher grüner Diamant, dessen Geschichte sich bis 1722 nach London zurückverfolgen lässt, wo er aus einem Rohdiamanten mit 119,5 Karat geschliffen wurde. Zuvor wurde er in Indien, nach anderen Quellen wird auch Brasilien vermutet, gefunden. Er ist nach Dresden benannt, wo er seitdem die meiste Zeit zu sehen war. Die längste Zeit seiner Abwesenheit aus Dresden lag im Zeitraum von 1945 bis 1958, als er nach dem 2. Weltkrieg als Kriegsbeute in die Sowjetunion gebracht wurde.
In den Jahren 1741 oder 1742 erwarb Friedrich August II (III von Polen) den seladongrünen Diamanten für die stolze Summe von 400.000 Talern. Hofgoldschmied Johann Friedrich Dinglinger arbeitete den Stein in einen Golden-Vlies-Orden ein. Franz Michael Diespach fertigte später aus dem Orden zwei Schmuckstücke, eines davon war eine Hutkrempe mit dem Grünen Diamanten.
In historischen Aufzeichnungen wurden nur wenige grüne Diamanten erwähnt und auch in Museen sind nur einige zu bewundern. Ein kleines Kreuz, welches Marie Antoinette gehörte, ist mit einigen naturfarbenen grünen Diamanten verziert.
Naturfarbene facettierte grüne Diamanten sind eine Seltenheit, wobei die Betonung hier wirklich auf facettiert liegt. Es gibt viele Rohsteine, die man als grün bezeichnen kann. Sie sind auch wirklich grün, aber ihre Färbung ist auf eine sehr dünne Schicht an der Oberfläche beschränkt. Wird ein solcher Stein geschliffen und facettiert, ist diese Schicht entfernt und der Diamant verliert seine grüne Farbe. Naturfarbene grüne Diamanten sind so selten, dass nur dieser Einzige Dresden Green berühmt wurde. 
Seit dem zweiten Weltkrieg und der Entwicklung kommerzieller Methoden zur Farbbehandlung von Diamanten wurden grüne Diamanten mit Vorsicht betrachtet, da es sich sogar für angesehene Gemmologen als schwierig erwies, zwischen naturfarbenen grünen Diamanten und ihrn farbbehandelten Gegenstücken zu unterscheiden. Erst seit den frühen 90er-Jahren wurde die natürliche Farberkennung erleichtert, indem man Kriterien entwickelte, die mit der Distribution der grünen Farbe zusammenhängen gepaart mit fortschrittlichen Testverfahren in sogenannten Spektrometern. Diese Spektrometer können das Licht von ultraviolett bis zu infrarot aufspalten.
Aufgrund dieses seltenen Vorkommens von naturfarbenen grünen Diamanten erreichen diese ziemlich hohe Preise. So erzielte z.B. ein 1,28 ct. bluish green Diamant mit einem Zertifikat von einem gemmologischen Labor, das die natürliche Farbe bestätigte, auf einer Auktion eines renomierten Auktionshauses 1992 den stattlichen Preis von 250.000,-- $.
Quellen: Vorlagen und Repro - Sächsisches Staatsarchiv Hauptstaatsarchiv Dresden
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